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Suizidäußerungen sind Zeichen von innerer Verzweiflung. Deswegen müssen sie als Ruf nach Hilfe erkannt werden und zum Handeln führen. Es ist empfehlenswert, sich an eine psychotherapeutische Fachperson (schulpsychologischer Dienst oder psychologische Beratungsstelle) zu wenden.

Die zwölf Warnzeichen für Suizidgefahr

  1. Veränderungen in der Persönlichkeit, z. B. ein bis dahin gefälliges Kind oder Jugendlicher zieht sich zurück, ein bisher schüchternes Kind oder Jugendlicher geht plötzlich stark aus sich heraus.
  2. Vernachlässigung des eigenen Aussehens, z.B. ein Jugendlicher, der es bisher mit seinem Aussehen sehr genau genommen hat, vernachlässigt plötzlich sein Aussehen, z. B. Frisur, Hygiene, Kleidung.
  3. Rückzug und zunehmende Isolation.
  4. Verteilen von persönlichen Wertsachen, Regeln persönlicher Angelegenheiten.
  5. Starke gedankliche Beschäftigung mit dem Tod, z. B. in Rockmusik, Zeichnungen, Gedichten und Aufsätzen.
  6. Offene oder verhüllte Selbstmorddrohungen »Ich werde nicht mehr lange hier sein.« »Ohne mich wärt ihr besser dran. « »Ich wünschte, ich wäre tot.« »Ich möchte nicht mehr leben.«
  7. Vorangegangene Selbstmordversuche.
  8. Beschäftigung mit Selbstmordmethoden oder Anschaffung geeigneter Mittel, z. B. Schnüre, Waffen, Schläuche, Tabletten.
  9. Missbrauch von Drogen oder Alkohol.
  10. Schulversagen.
  11. Plötzliche gehobene Stimmung bei einem bis dahin depressiven Kind oder Jugendlichen. (Dies kann darauf hinweisen, dass das Kind oder der Jugendliche eine » Lösung « gefunden hat – Selbstmord).
  12. Häufige Unfälle oder körperliche Beschwerden ohne medizinische Erklärung. 

 Hilfsangebote bei Suizidgefahr

  • Das suizidale Verhalten das Reden-Darüber….wird als seelisches Notsignal ernstgenommen und akzeptiert.
  • Eine vertrauensvolle, tragfähige Beziehung wird aufgebaut/ gestaltet.
  • Keine Handlungen ohne Information des/der Betroffenen setzen
  • Die bisher (wohl gescheiterten) Bewältigungsstrategien werden thematisiert und hinsichtlich ihres Realitätsbezuges „abgeklopft“.
  • Ermutigung, „alte“ Beziehungen wieder aufzunehmen.
  • Gemeinsame, konstruktive Entwicklung von alternativen Problemhandhabungsstrategien.
  • Allgemeine Überlegungen, wie generell in Konflikt- und Krisen- lagen gedacht und gehandelt werden könnte; Vermittlung von Stressbewältigungsstrategien; Verbesserung des Selbstwertgefühls.
  • Professionelle Hilfe aufsuchen.
  • Kontaktangebote, Selbsthilfegruppen, Telefonseelsorge.
  • Das Geschehene genau dokumentieren (Aussagen und Handlungen vermerken).

Kontakt- und Beratungsstellen

Christian-Doppler-Klinik - Suizid-Präventionsambulanz
  1. Hilfe für die Helfer: Möglichkeit von telefonisch bzw. persönlichen Fallbesprechungen für Helfer im weitesten Sinn bei suizidbezogenen Fragestellungen.
  2. Versorgt suizidgefährdete Menschen in Lebenskrisen, Einschätzung des Suizidrisikos und bietet psychiatrische, psychotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung.

Ignaz-Harrer-Straße 79
5020 Salzburg
Tel.: +43 662 4483-4341
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Ansprechpartner:
Leiter Prim. Priv.-Doz. Dr. Reinhold Fartacek

Bildungsdirektion Salzburg – Schulpsychologie, Bildungsberatung

Themenbereiche: Lehrer/Innengesundheit; Psychosoziale Gesundheit
Mozartplatz 10
5020 Salzburg
Tel: +43 662 8083-5001
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Internet: Schulpsychologie

Ansprechpartnerin:
HRin Mag.a Helene Humer

Schulärztlicher Dienst der Bildungsdirektion Salzburg

Aigner Straße 8
5020 Salzburg
Tel.: +43 662 8083-5010
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Ansprechpartnerin:
Dr.in Katharina Anderhuber

Telefonhotline

Montag bis Sonntag von 0:00 bis 24:00 Uhr (rund um die Uhr)
Salzburg:
Tel.: +43 662 433351
Pongau:
Tel.: +43 6412 20033
Pinzgau:
Tel.: +43 6542 72600
Babyhotline (Schwangere in Not):
Tel.: +43 800 539935

Ambulante Krisenintervention Salzburg

Südtiroler Platz 11
5020 Salzburg
Tel.:+43 662 433351
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Ambulante Krisenintervention Pongau

Hauptstraße 68-70
5600 St .Johann im Pongau
Tel.: +43 6412 20033
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Ambulante Krisenintervention Pinzgau

Salzachtal Bundesstraße 37
5700 Zell am See – Bruckberg
Tel.: +43 6542 72600
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Online-Beratung im Kriseninterventionszentrum

Themenbereich: E-Mail-Beratung
Internet: http://www.kriseninterventionszentrum.at/index.htm

Rat auf Draht

Tel.: 147 (rund um die Uhr)
Internet: www.rataufdraht.at 

Kostenlose, anonyme Beratung per Mail

Internet: www.schueler-notruf.de 

Telefonnummern von Beratungsstellen für „Hilfe in seelischen Krisen“ in Wien, Österreich und international

Internet: www.notruf.at/branchen/sozial.htm 

 

 Workshops, Projekte, Trainings

„lebenswert– Suizidprävention in Schulen“ - Suizidpräventionsprogramm
Das Projekt bietet die Chance, innerhalb von Schulprojekten eine nachhaltige, tragfähige Struktur für die Schule in der Krisenintervention aufzubauen.
Ansprechpartner:
Mag. Dr. Martin Plöderl
Klinischer- und Gesundheitspsychologe
Sonderauftrag für Suizidprävention
Universitätsinstitut für Klinische Psychologie
Ignaz-Harrer-Straße 79
5020 Salzburg
Tel.: +43 662 4483–4345
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„Feelok“ - Gesundheit für Jugendliche im Internet
(SchülerInnen/Jugendliche zwischen 12 – 18 Jahren)
Thema des Angebotes: Internetbasiertes multithematisches Computer-
Programm, das auf der Grundlage von wissenschaftlichen Kenntnissen entwickelt wurde. Es behandelt folgende Themen: Alkohol, Arbeit, Rauchen, Stress, Selbstvertrauen, Liebe & Sexualität, Suizidalität, Sport und Bewegung, Ernährung, Cannabiskonsum.
Feelok kann unter Webseite www.feelok.at kostenlos verwendet werden.
Ziele: Die Gesundheit und das Wohlbefinden Jugendlicher (12-18) zu fördern sowie risikoreichem Verhalten und Suchtmittelkonsum vorzubeugen.
Zielgruppe(n): Jugendliche zwischen 12 – 18 Jahren
Schultypen: MS, BS, AHS, BHS;
Kontaktadresse
AVOS – Prävention & Gesundheitsförderung
Elisabethstraße 2
5020 Salzburg
Tel: +43 662 887588–41
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Internet: www.avos.at bzw. Projektseite: www.feelok.at/
Ansprechpartnerin:
Mag.a Angelika Kastner-Bukovski

Suzidversuch/-drohung
Thema des Angebotes: Wenn Schüler oder Lehrpersonen sich das Leben nehmen wollen, wenn schriftliche Ankündigungen auftauchen, wenn ein Suizidversuch geschieht…………
Ziele: Lehrer/innen kennen die Anzeichen für gefährdete SchülerInnen oder KollegInnen, sie sprechen die Betroffenen hilfreich an, sie sind vernetzt mit externer Hilfe, sie trainieren den Umgang mit Medien.
Zielgruppe(n): SchülerInnen und LehrerInnen
Schultypen: VS, Sekundarstufe I und II
Internationale Fachstelle für Gewaltprävention, Krisenintervention und Trauerbegleitung
Herbstackerstraße 68
CH-8472 Seuzach
Tel.: +41 7979 42900
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Internet: www.edyoucare.net
Ansprechpartner:
Geschäftsführer Christian Randegger
Projektleiter Krisen Kompass;
Das gesamte Angebot lässt sich in vier Punkten zusammenfassen:

  • Wir schulen Lehrpersonen, Pädagogen, Notpsychologen, Peers usw. im Umgang mit schweren Krisen (z.B. Todesfall eines Mitarbeiters, Lernenden, Angehörigen; Mobbing, Gewaltandrohung, Selbstverletzung usw.).
  • Wir zertifizieren Bildungsorganisationen/Unternehmen/Institutionen im Bereich Krisenmanagement oder beraten bei der Erstellung ihres örtlichen Krisenkonzeptes. Je nach Bedürfnissen stehen die passenden MitarbeiterInnen zur Verfügung.
  • Wir begleiten in akuten Krisen und vernetzen mit örtlichen Hilfsorganisationen.
  • Wir bieten in Ergänzung zum Krisen Kompass, dem Handbuch für den Umgang mit schweren Krisen unzählige Links, Downloads und Literaturangebote für CH, D und A.

 

Informationsmaterial

„lebenswert“ Suizidprävention in Schulen

  • Informationen für PädagogInnen und MitarbeiterInnen in Schulen
  • Informationen für SchülerInnen
  • Informationen für Eltern
  • Informationen für Schulleitungen, Projektorganisationen, BeratungslehrerInnen

lebenswert“ Suizidprävention in Schulen Projektinformationen
lebenswert“ Suizidprävention in Schulen – Didaktisches Material
lebenswert“ Suizidprävention in Schulen – Medienpädagogische Materialien
Eigenverlag Pädagogische Hochschule Salzburg
www.phsalzburg.at 
Ansprechpartner: Prof. Dr. Herbert Fartacek

GIVE, die Servicestelle der Gesundheitsbildung, hält zahlreiche Materialien zu vielen Themen der schulischen Gesundheitsförderung bereit.
Unterlagen zu Themen von B wie Bewegung bis S wie Suchtprävention finden Sie hier – www.give.or.at 

 

Literatur:

  • SONNECK, Gernot; Krisenintervention und Suizidverhütung,
    Facultas, Wien 2000
  • BÖCKELMANN, Christine; MEISTER, Barbara; Suizidprävention – was kann Schule dazu beitragen?
    Pestalozzianum, Zürich 2002
  • HEIMGARTNER, Susanna; SCHNEIDER, Karin; Schwarze Schatten.
    Schulbuchverlag plus AG, Bern 2004 (Comic)
  • BRONISCH, Thomas; Suizidalität – Ursachen, Warnsignale. Therapeutische Ansätze,
    Schattauer, Stuttgart 2002

Weiterführende Informationen:

Remote Support

 Wenn man mal Hilfe braucht -hier geht es zum BD-Quicksupport

Parteienverkehr

Parteienverkehrszeiten
Montag bis Freitag:
08:30 bis 12:00 Uhr

Amtsstunden
Montag bis Donnerstag:
08:00 bis 16:00 Uhr
Freitag:
08:00 bis 12:00 Uhr

Kontakt

Für Pflichtschulen
office.aps@bildung-sbg.gv.at
office.bps@bildung-sbg.gv.at

Für höhere Schulen
office@bildung-sbg.gv.at

 

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